Lustige und beängstigende Anekdoten meiner Motorradreisen

Nevada   Yellowstone   Adria   Süd-Osteuropa   Südwest-USA   Island    Schweden und Finnland   Norwegen   Irland

  

 
Nevada

Mina, Nevada

 

  

Motorradreise durch Kalifornien und Nevada in 2012

Anfang September 2012 fuhren wir von Oregon nach Kalifornien, wo wir Freunde besuchten. Dann weiter nach Nevada, von wo aus wir zurück nach Oregon wollten. Wir hatten perfektes Wetter auf der Tour durch Kalifornien und anfangs auch in Nevada. An einem Tag hatten wir geplant gegen Abend Tonopah in Nevada zu erreichen. Wir waren noch gut eine Stunde Fahrt von Tonopah entfernt, als vor uns eine schwarz Wand auftauchte, eindeutig ein Gewittersturm. Wir hielten an und versuchten abzuschätzen ob der Sturm mit deutlich sichtbarem heftigem Regenfall und Unmengen an Blitzen vorbeiziehen würde. Das war nicht der Fall und wegen der vielen Blitze wollten wir nicht riskieren auf dem Motorrad der höchste Punkt in der weit offenen, flachen Prärie zu sein. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass der nächstgelegene Ort in der Sturmabgewandten Richtung ca. 100 km entfernt war, also auf nach Mina, NV. Dort angekommen, es war schon dunkel, stellten wir fest, dass der Ort nicht viel zu bieten hatte, eine Kneipe und diverse zugenagelte Häuser. Wir gingen in die Kneipe um nach einem möglichen Campingplatz zu fragen. Die Kneipe war etwas runtergekommen und an einem runden Tisch sassen ein paar Leute die Poker spielten, einer von ihnen hatte eine Augenklappe. Der Wirt sagte es gäbe keinen Campingplatz in der Nähe, aber wir könnten auf der überdachten Bühne draussen zelten oder auf dem Boden in seinem Wohnwagen schlafen. Als wir beides dankend ablehnten sagte er wir könnten auch im Park auf der anderen Strassenseite unser Zelt aufbauen. Wir sahen uns den Park an, es war ein kleiner Platz mit Schotter, en paar Bäumen und zwei Grills, direkt an der Hauptstrasse. In Mangel anderer Möglichkeiten schlugen wir unser Zelt im "Park" auf und erfreuten uns an den LKW's die die ganze Nacht vorbeidonnerten. Am nächsten Morgen packten wir zusammen und setzten unseren Weg etwas übermüdet nach Tonopah fort.

   

 

  

 

Yellowstone

Yellowstone

 

Motorradreise nach Yellowstone in 2011

Mitte Juni 2011 fuhren wir von Oregon nach Yellowstone. Es war schönes Wetter und teilweise auch richtig heiss. Wir hatten natürlich gelesen, dass Yellowstone sehr hoch liegt, und dass es im vergangenen Winter viel Schnee gegeben hatte. Wir hatten auch gehört, dass es noch Restschnee geben sollte, was uns zwar etwas schwer viel zu glauben, da wir auf der Anreise Temperaturen von weit über 30°C hatten, aber gut. Als wir dann auf dem Campingplatz eincheckten waren wir doch etwas erstaunt, nicht nur zeigte mein GPS über 2600m, sondern sie hatten gerade erst neue Plätze freigeräumt, der Schnee lag stellenweise noch über 1m hoch. Sie ermahnten uns auf jeden Fall die Bärkisten für unsere Lebensmittel zu verwenden, die Kisten waren aber irgendwo unter dem Schnee versteckt. Der zugewiesene Zeltplatz bestand aus einer ca. 2m hohen Schneewand und der Strasse davor. Wir suchten einen besseren freien Platz und forderten dann einen Platztausch, was auch genehmigt wurde. Der neue Zeltplatz war zwar auch nur eine geräumte, geteerte Parkfläche, aber zumindest waren wir von der Strasse weg. Wir liehen uns eine Schaufel von den Nachbarn und starteten die Suche nach unserem Tisch und der Feuerstelle. Nach ein paar "Probebohrungen" hatten wir sie gefunden und begannen mit der Ausgrabung, Schnee schaufeln  im Juni ist ja mal anderes. Die ersten zwei Nächte waren zwar kalt aber auszuhalten, die dritte Nacht schneite es dann und es war weit unter dem Gefrierpunkt, so dass wir froh waren am Nächsten Tag weiterzufahren. Es war ein kaltes, aber auch ein interessantes Erlebnis im Schnee zu zelten, besonders Mitte Juni.

  

  

 

 

Bulgarien Motorradreise durch Süd-Osteuropa in 2008

In Bulgarien, Mazedonien und im serbischen Teil von Bosnien wird die kyrillische Schrift verwendet. Das macht nicht nur das Lesen von Verkehrsschildern zu einer Herausforderung, sondern, insbesondere in abgelegenen Gebieten, auch das Lesen von Speisekarten, da man dort mit deutsch oder englisch auch nicht viel weiter kommt. In Shumen in Bulgarien fanden wir dann ein Restaurant wo wir uns zumindest etwas mit dem Kellner verständigen konnten. Wir bestellten dann was er uns empfahl, Hähnchen in Tomatensosse, war fantistisch. Da es so gut war liessen wir ihn dann den Namen des Gerichts in kyrillisch aufschreiben und benutzten diesen Zettel dann zum Bestellen in anderen Restaurants.

  

  

 

 

Albanien

 

 

Motorradreise rund um die Adria in 2006

Ich kam morgens über die Grenze nach Albanien von Griechenland, dann gegen Mittag hielt ich an diesem kleinen Restaurant in Süd-Albanien zum Mittagessen an. Der Koch, der auch gleichzeitig die Bedienung war, brachte mir die handgeschriebene Speisekarte, die ich natürlich nicht lesen konnte. Nach einem kurzen Sprachenwirrwahr (ich in deutsch und englisch, er in albanisch und sonstwas) stellten wir fest, dass wir keine gemeinsame Sprache fanden. Daraufhin nahm mich der Koch mit in die Küche und öffnete alle Töpfe. Es sah alles gut aus und roch auch gut, aber ich wusste immernoch nicht wirklich was es war. Dann zeigte der Koch auf einen Topf und sagte "Määh", zeigte auf einen anderen und sagte "Muuh", nachdem wir beide gut gelacht hatten, bestellte ich Muuh mit Reis -- hat sehr gut geschmeckt!

 

 

 

 

USA

USA

 

 

 

Motorradreise durch den Südwesten der USA in 2005

Ich hatte mein Motorrad nach Los Angeles verschifft für eine 6-wöchige Motorradtour durch den Westen. Nach knapp einer Woche, Mitte Mai, war ich dann in Las Vegas in Nevada bei 40ºC. Es war nicht nur heiss, sondern ich stand stundenlang im Verkehrsstau in der Stadt. Ich merkte, dass die Öltemperatur des luftgekühlten Motors immer weiter anstieg. Also habe ich den Motor ausgemacht sobald ich wieder stand, um weiteres Überhitzen zu vermeiden. Das gelang aber nur bedingt, da durch das ständige starten die Batterie schwach wurde. Als ich endlich eine Seitestrasse mit weniger Verkehr fand und dort abbog stand das Ölthermometer auf geschätzte 160ºC (die Anzeige hört bei 140ºC auf und hat bei 120ºC einen roten Strich). Ihr fragt jetzt natürlich warum ich nicht früher angehalten habe, das war aber leider nicht möglich, da Bürgersteige sehr hoch, oder sogar eingezäunt sind und ein Anhalten auf einer 4-spurigen Strasse einfach nicht ist. nachdem ich dann in der Seitenstrasse angehalten hatte und der Motor abgekühlt war, fuhr ich auf Seitenstrassen aus der Stadt. Zwei Tage später war ich dann kurz vor Flagstaff in Arizona als ich das schlimmste Motorengeräusch hörte, das ich je gehört habe. Ca. 20 km später war ich dann in der Stadt und fand auch direkt eine Honda Werkstatt, die sogar an diesem Sonntag geöffnet hatte. Da die Honda NX650 Dominator nur für 2 Jahre in den 80er Jahren in den USA verkauft wurde hatte niemand hier je so ein Motorrad gesehen, bis dann ein alter Mechaniker kam. Er kannte das Motorrad und nach der Diagnose gerissener Zylinderkopf wusste er auch schnell wo er einen neuen per Expressversand besorgen konnte. Somit war ich dann 3 Tage später wieder auf Achse. Vielen Dank! Das furchtbare Geräusch war übrigens ein Ventilsitz, der durch den gerissenen Zylinder rausrutschte und dann vom Ventil wieder reingedrückt wurde.

 

 

 

 

Island

Island

 

 

Motorradreise nach Island in 2002

Irgendwo in der Mitte von Nirgendwo in Island fing es an zu regnen (soll ja schon mal vorkommen). Also hielt ich an um meinen Regenkombi anzuziehen. Da ich mein Portemonnaie im Regenkombi nicht erreichen kann, ich aber bald tanken musste, nahm ich das Portemonnaie aus meiner Hosentasche um es in meine kleine Lenkertasche zu packen. Nach ca. einer Stunde fahrt hörte es wieder auf zu regnen, also hielt ich wieder an um den Regenkombi auszuziehen. Dann bekam ich fast einen Herzinfarkt als feststellte, dass mein Portemonnaie nicht in der Lenkertasche war. Ich hatte es auf meine Gepäckrolle gelegt während ich de Regenkombi anzog, um es dann in die Tasche zu packen, was ich aber offensichtlich vergessen hatte. Ich suchte in Panik in allen möglichen und unmöglichen Stellen auf dem Motorrad, dem Gepäck und meiner Kleidung, aber es war nicht da. Das Portemonnaie musste also während der Fahrt runtergefallen sein, und es hatte mein ganzes Geld, Kreditkarten, Ausweis und Führerschein! Nachdem ich mehrfach "Schei..e!" gebrüllt hatte, setzte ich mich wieder aufs Motorrad und fuhr die Strecke im erste Gang zurück, die Augen auf die Piste und den Straßenrand fokussiert. Als ich dann endlich in den Bereich kam wo ich den Kombi angezogen hatte, hatte ich die kleine Hoffnung das Portemonnaie zu finden schon fast aufgegeben. Ich beschloss die Strecke auf- und abzufahren bis mir das Benzin ausgehen würde und dann dort zu zelten bis der nächst vorbeikommen würde. Dann plötzlich viel mir ein flacher, rechteckiger Stein im Matsch auf, ich hielt an und hob ihn auf - und es war tatsächlich mein Portemonnaie! Ich habe noch nie solch einen Freudentanz aufgeführt wie in diesem Moment, gut dass es keiner gefilmt hat.

 

 

 

 

Finnland

 

 

 

 

Motorradreise nach Schweden und Finnland in 2002

Meine Motorradtour sollte im Mai von Deutschland durch Schweden bis über den Polarkreis gehen, and dann durch Finnland wieder nach Hause. Durch Schweden hatte ich tolles Wetter, und selbst kurz vor dem Polarkreis noch 15ºC. Dann schlug das Wetter über Nacht um und es war plötzlich nur noch 2ºC Höchsttemperatur und regnerisch. Das war zwar nicht schön, aber ich war auf dieses Wetter vorbereitet, also fuhr ich weiter nach Norden. Zwei Tage später, ich hatte gerade die Grenze nach Finnland überquert, wurde es noch deutlich kälter. Die Tageshöchsttemperatur lag deutlich unter dem Gefrierpunkt und es schneite stellenweise sehr stark. Ich war schon nach nur einer Stunde Fahrt so durchgefroren, dass ich meine Finger nicht mehr bewegen konnte. Ich beschloss so schell wie möglich nach Süden zu fahren, aber nach drei weiteren Stunden Fahrt konnte ich einfach nicht mehr. Dann sah ich ein Schild für eine Campinghütte und beschloss sie zu nehmen, der Preis war egal. Es stellte sich heraus, dass es eine richtige Luxushütte war, die ich (wohl aus Mitleid) zu einem annehmbaren Preis bekam. Die Hütte hatte nicht nur eine Heizung, sondern auch eine Sauna! Ich feuerte die Sauna an und setzte mich rein, bis ich wieder eine akzeptable Körpertemperatur hatte und ging dann ins Bett, wo ich fast 12 Stunden schlief. Die nächsten zwei Tage fuhr ich dann weiter nach Süden, wie auf der Flucht, und übernachtete in warmen Hotels, bis die Temperaturen wieder annehmbar wurden und ich den Heimweg etwas entspannter fortsetzen konnte.

 

 

 

 

Norwegen, Nordkap

 

 

Motorradreise zum Nordkap in Norwegen in 2001

Auf dem Weg zum Nordkap in Norwegen entschloss ich mich kurzfristig die Fähre von Bodo auf die Lofoten zu nehmen. Die Fähre fährt aber nur zweimal pro Woche und natürlich nicht als ich ankam. Aber es war zufällig gerade das Postschiff der Hurtigruten da und es sollte in wenigen Minute auslaufen. Also schnell ausfindig machen wo ich ein Ticket kaufen kann und auch ob sie überhaupt Motorräder mitnehmen. Sie nehmen Motorräder mit und auch Autos solange der Platz ausreicht. Als ich fragte wo ich das Motorrad aufs Schiff fahren kann zeigten sie nur auf de Kran. Der Kapitän kam von Bord und inspizierte mein Motorrad auf Beschädigungen und schrieb diverse Kratzer auf, nach dem Entladen auf de Lofoten inspizierte er es wieder und ich unterschrieb, dass sie es nicht beschädigt hatten. Die normale Fähre ist zwar etwas billiger, aber ich wollte nicht Tage auf sie warten und die Verladung war den Mehrpreis wert.

 

 

 

 

Irland

 

 

Motorradreise nach Irland in 2001

Meine Irlandtour war die erste grosse Tour mit meinem neuen Gepäck. Ich mochte die grosse Tasche, da man zwei kleinere Seitetaschen runterklappen kann um die Breite des Motorrads zu verringern. Mit einem zweiten Reisverschluss kann man die Seitetaschen auch ganz abnehmen. Dies habe ich direkt als Problem erkannt und diese Reisverschlüsse zugenäht, so dass sie sich nicht während der Fahrt öffnen können. Auf den sehr schlechten Strassen in Irland und besonders auf den Pässen muss sich dann aber doch ein Reisverschluss geöffnet haben und ich verlor eine Seitentasche. Als ich das Fehlen der Tasche merkte fuhr ich zurück um sie zu suchen, konnte sie aber nicht finden. Somit hatte ich nicht nur die Seitetasche verloren, sondern auch einen Pullover, eine Jeans und meinen Regenkombi. Erstaunlicherweise regnete es auf der restlichen Tour nicht, bis ich dann in England kurz vor der Fähre war, Glück im Unglück.

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Qualität ist entscheidend, nicht nur auf einer RTW Tour.